Was Shopify Plus kostet
Shopify nennt für Plus ab 2.250 € im Monat bei einem Jahr Laufzeit und 2.100 € bei drei Jahren. Bei komplexeren Geschäftsstrukturen kommt eine variable Plattformgebühr hinzu.
Dazu zwei Posten, die gern übersehen werden: Wer einen externen Zahlungsanbieter statt Shopify Payments nutzt, zahlt 0,20 % je Transaktion. Und über den Hauptshop plus neun Expansion Stores hinaus kostet jeder weitere Shop 250 € im Monat.
Gerechnet wird das nicht gegen den Umsatz, sondern gegen das, was der Umweg heute kostet: Apps, die dieselbe Lücke halb schließen, Arbeitszeit für manuelle Schritte, und Aufträge, die an einer Funktion scheitern.
Die Gründe, die einen Wechsel wirklich tragen
Nach unserer Erfahrung sind es vier, und keiner davon heißt „wir sind jetzt groß genug":
- Der Checkout muss angepasst werden — eigene Felder, eigene Logik, eigene Rabattregeln. Im Standardtarif ist der Checkout weitgehend fest.
- B2B mit Firmenkonten und Preislisten, bei dem Geschäftskunden eigene Konditionen sehen.
- Mehrere Länder- oder Markenshops, die zusammengehören und gemeinsam verwaltet werden sollen.
- Deutlich höhere Lastspitzen, etwa bei Verkaufsaktionen mit vielen gleichzeitigen Bestellungen.
Was kein Grund ist
Mehr Produkte, mehr Bestellungen oder mehr Mitarbeitende allein rechtfertigen den Wechsel nicht. Der Standardtarif trägt deutlich mehr, als die meisten annehmen.
Auch „wir brauchen eine Sonderfunktion" ist selten ein Plus-Grund. Sehr vieles lässt sich mit einer eigenen App lösen, die genau eine Aufgabe erledigt — zu einem Bruchteil der jährlichen Grundgebühr. Wie das abläuft, steht in unserem Beitrag Shopify-App entwickeln lassen.
Die Rechnung, die wir mit Kunden aufmachen
Drei Zahlen genügen für eine erste Einordnung. Erstens: Was zahlen Sie heute an Apps, die eine Lücke nur halb schließen? Zweitens: Wie viele Arbeitsstunden im Monat gehen in Schritte, die eine passende Funktion überflüssig machen würde? Drittens: Welche Aufträge haben Sie im letzten Jahr nicht angenommen, weil der Shop es nicht konnte?
Liegt die Summe deutlich unter der Plus-Gebühr, ist der Wechsel verfrüht. Liegt sie darüber, lohnt das Gespräch mit Shopify — und vorher ein Blick darauf, ob eine eigene App dieselbe Lücke günstiger schließt.
Der Weg dazwischen: eigene App statt Tarifwechsel
Zwischen „Standardtarif mit Einschränkungen" und „Plus" liegt eine dritte Möglichkeit, die selten genannt wird: eine eigene App, die genau Ihren Prozess abbildet.
Das trägt bei Anbindungen an Warenwirtschaft oder Buchhaltung, bei eigenen Abläufen im Backoffice und bei Auswertungen, die es so nicht gibt. Es trägt nicht beim Checkout selbst — dort setzt der Tarif die Grenze.
Wenn der Wechsel ansteht
Der Wechsel auf Plus ist technisch kein Umzug: Shop, Daten und Bestellungen bleiben. Was dazukommt, sind Funktionen, die Sie einrichten müssen — und genau daran scheitern Projekte, nicht an der Migration.
Planen Sie die Einrichtung deshalb wie ein eigenes Projekt: Wer legt die Firmenkonten an, wie sehen die Preislisten aus, welcher Prozess ändert sich im Backoffice. Sonst zahlen Sie ab dem ersten Monat für Funktionen, die niemand nutzt.