Welche Checkout-Anpassung brauchst du?
Beginne mit dem Zweck: Soll der Checkout zur Marke passen, sollen Kunden zusätzliche Informationen sehen oder soll eine Regel Zahlungsmethoden steuern? Schreibe auch die Zielgruppe und den konkreten Warenkorb auf, für den die Änderung gelten soll.
Ein Hinweis im Warenkorb des Themes ist kein zusätzliches Element auf der Zahlungsseite. Die technische Umsetzung hängt deshalb vom Ort der Änderung ab. Prüfe das im Briefing, bevor du eine App installierst oder eine Entwicklung beauftragst.
Branding über den Checkout- und Konten-Editor
Grundlegende Gestaltung wie Logo, Farben und Schrift wird in den dafür vorgesehenen Checkout-Einstellungen angepasst. Dafür bearbeitest du nicht einfach die Produktvorlage im Theme. Die verfügbaren Gestaltungsoptionen hängen von den aktuellen Shopify-Funktionen ab.
Weitergehendes Branding über Checkout Blocks und die Checkout Branding API ist für Plus vorgesehen. Prüfe zuerst, ob die grundlegenden Optionen für deine Marke genügen. Eine individuell programmierte Oberfläche ist kein notwendiger erster Schritt.
UI Extensions nach Tarif unterscheiden
UI Extensions ergänzen Inhalte an vorgesehenen Stellen. Auf den Informations-, Versand- und Zahlungsseiten stehen solche Erweiterungen nur Plus-Shops zur Verfügung. Bestimmte Erweiterungen auf Danke- und Bestellstatusseiten sind dagegen ab Basic verfügbar.
Die bloße Installation einer App hebt diese Grenze nicht auf. Prüfe im Listing und in der Dokumentation, auf welchen Seiten die konkrete Funktion arbeitet. Auch Checkout Blocks hat je nach Tarif unterschiedliche Möglichkeiten.
| Anpassung | Basic und höher | Shopify Plus |
|---|---|---|
| Grundlegendes Branding | Über Checkout-Einstellungen | Über Checkout-Einstellungen |
| UI auf Danke- und Bestellstatusseiten | Unterstützte Erweiterungen möglich | Unterstützte Erweiterungen möglich |
| UI auf Informations-, Versand- und Zahlungsseiten | Nicht verfügbar | Unterstützte Erweiterungen möglich |
| Functions in öffentlichen Apps | Je nach Function und Funktion möglich | Je nach Function und Funktion möglich |
| Functions in Custom Apps | Nicht verfügbar | Möglich; konkrete API-Grenzen prüfen |
| Erweitertes Checkout-Branding | Eingeschränkt | Zusätzliche Plus-Möglichkeiten |
Geschäftsregeln mit Shopify Functions
Functions verändern unterstützte Teile der Geschäftslogik, beispielsweise bestimmte Rabatt-, Liefer- oder Zahlungsregeln. Sie sind etwas anderes als ein sichtbarer UI-Block. Nicht jede Function oder Fähigkeit ist in jedem Tarif verfügbar.
Öffentliche App-Store-Apps mit Functions können auch außerhalb von Plus eingesetzt werden. Für Functions in einer Custom App brauchst du Plus. Wenn eine öffentliche App deinen Prozess bereits löst, ist das eine andere Option als eine individuelle App für nur deinen Shop. Details zum App-Typ: Shopify-App entwickeln lassen.
Eine vorhandene App oder eine individuelle Erweiterung?
Vergleiche eine vorhandene App mit deinen tatsächlichen Fällen. Eine Einstellung „Zahlungsmethode ausblenden“ sagt allein nicht, ob deine Kombination aus Land, Anbieter, Kundenstatus und Warenkorb unterstützt wird. Prüfe ebenfalls Kosten, Datenzugriffe und das Verhalten bei Fehlern.
Eine individuelle Erweiterung passt, wenn ein wichtiger Prozess nicht abgedeckt ist und Tarif sowie Plattform die benötigte Funktion erlauben. Definiere zuerst einen begrenzten Umfang. Eine separate ERP-Anbindung kann Daten bereitstellen, ohne dass jede Information im Checkout abgefragt werden muss.
Bestehende Anpassungen vor einem Umbau erfassen
Liste bisherige Apps, Skripte und individuelle Änderungen auf. Eine alte Anleitung mit direkter Bearbeitung von checkout.liquid beschreibt nicht den aktuellen allgemeinen Erweiterungsweg. Übernimm deshalb zuerst die fachliche Anforderung und suche dafür einen heute unterstützten Baustein.
Entferne alte Funktionen erst, wenn ihr Nachfolger getestet ist. Dokumentiere Abhängigkeiten zu Tracking, Rabatten, Versand und Zahlung. Für reine Shop-Seiten hilft der getrennte Leitfaden Shopify Theme anpassen.
Diese Testfälle gehören zur Abnahme
Teste nicht nur einen normalen Desktop-Kauf. Prüfe unterschiedliche Lieferadressen, Warenkörbe und Kundentypen. Beschleunigte Zahlungsabläufe können sich anders verhalten als der normale Checkout; dein Testumfang sollte die tatsächlich angebotenen Wege abdecken.
Lege vor dem Rollout fest, wer die Erweiterung abschalten kann und wie Fehler erkannt werden. Eine Checkout-Änderung muss sich auch dann sinnvoll verhalten, wenn ein angebundener Dienst vorübergehend ausfällt.
- Mobil- und Desktop-Bestellung mit realistischen Produkten.
- Gast sowie angemeldeter Kunde, soweit angeboten.
- Versandländer und relevante Zahlungsmethoden.
- Rabatt, Gutschein, kostenlose Versandgrenze und Mischkorb.
- Beschleunigter Checkout, soweit angeboten und unterstützt.
- Erstattung und Auswirkungen auf Belege und Buchhaltung.
- Fehlerfall und Rückkehr zum vorherigen Verhalten.